Die friedliche Geburt – meine Methode

Für viele ist die Vorstellung einer Geburt untrennbar mit einem Bild von Angst und Schmerz verbunden. Diese über Jahrhunderte entstandene gedankliche Verbindung ist so tief verankert, dass die meisten Menschen sich eine Geburt in tiefer Ruhe und ohne Schmerzen kaum mehr vorstellen können.

Nachdem ich selbst zwei äußerst schmerzhafte und traumatische Geburten erlebt hatte, wollte ich während meiner dritten Schwangerschaft nicht länger daran glauben, dass eine Geburt so verlaufen muss und begann, nach Wegen zu einer schmerzfreien, natürlichen Geburt zu suchen.

Zunächst stieß ich auf die HypnoBirthing-Methode, die in den 80er Jahren von Marie Mongan entwickelt wurde und bis heute in Kursen und Lehrgängen unterrichtet wird. Bei dieser Methode werden Entspannungs- und Hypnose-Techniken zum Erreichen einer Trance während des Geburtsvorgangs eingesetzt, die Ängste und Schmerzen minimieren können.

Mehr zum Thema HypnoBirthing und meine Meinung dazu in meinem Video:

Vieles an der Mongan-Methode erschien mir bei der Lektüre des Buches einleuchtend, besonders die Verbindung von Angst – Anspannung – Schmerz. Auch den Weg, diese Ängste mithilfe von Hypnose bzw. Mentaltraining zu überwinden konnte ich nachvollziehen und ich halte HypnoBirthing bzw die Erkenntnisse des Gynäkologen Grantly Dick-Read nach wie vor für wegbereitend, um eine natürliche, schmerzfreie und friedliche Geburt wieder zu entdecken.

Dennoch schien mir aus meiner bisherigen Erfahrung als Mentaltrainerin und Coach einiges in der praktischen Umsetzung beim HypnoBirthing problematisch. Die kritische Auseinandersetzung mit Ärzten und Hebammen ging mir zu weit, und ich empfand es als bedauerlich, dass damit eine misstrauische Haltung gegenüber diesen Berufsgruppen gefördert wurde.
Ich fragte mich, wie man sich beispielsweise in einem Krankenhaus wirklich entspannen und auf seine Trance konzentrieren kann, wenn man Angst hat, dass man permanent unnötigerweise vom Krankenhauspersonal gestört wird. Außerdem werden beim HypnoBirthing viele unterschiedliche Techniken beigebracht, mehrere Traumreisen, Entspannungsmethoden und Möglichkeiten, in die Trance zu gehen. Ich finde es aber überfordernd, sich unter der Geburt entscheiden zu müssen, welche Technik nun gerade die beste für einen ist. Allein dieser Druck, die richtige Auswahl treffen zu müssen, kann bereits im schlimmsten Fall eine tiefe Entspannung und somit eine schmerzfreie Geburt verhindern.
Was ich suchte, war eine Möglichkeit, jederzeit schnell und sicher in die Trance zu gehen, sie zu halten und  jede mögliche Situation mit großem Frieden und großer Ruhe annehmen zu können.

Im Laufe meiner Schwangerschaft entwickelte ich daher eine Technik zur Geburtsvorbereitung, die ich schließlich bei der Hausgeburt meiner Tochter anwandte. Diese Geburt erlebte ich als so sanft, schmerzlos und beglückend, dass ich meine Technik zu einer Methode weiterentwickelte, um sie mit anderen zu teilen: DIE FRIEDLICHE GEBURT.

Einige wesentliche Aspekte meiner Methode (auch jene, durch die sie sich von anderen, ähnlichen Konzepten wie dem HypnoBirthing unterscheidet)

•    Im Vordergrund steht die Überwindung der Angst vor der Geburt und das Erzeugen von Zuversicht und Vertrauen in ein wundervolles und unvergleichliches Erlebnis.

•    Ich helfe dir, auf deinen Körper und dein Baby zu vertrauen und dich mit ihnen zu verbinden.

•   Dein Partner oder Geburtsbegleiter (eine Person deines Vertrauens) wird eingebunden und lernt, dich aktiv bei deiner Trance und der Geburt zu unterstützen und deinen inneren Raum für ein außergewöhnliches Geburtserlebnis zu schützen.

•    Jede Geburt ist anders. Mein Ziel ist es, eine einzige, tiefe Trance zu unterrrichten, eine Form der Selbsthypnose, die für jeden erlernbar und in jeder Situation umsetzbar ist

•   Ich stärke dein Vertrauen in die Geburtsbegleiter, auch in Ärzte und Hebammen, so dass du dich unter der Geburt geborgen und aufgehoben fühlen kannst.

•   Auch möglichen Komplikationen kannst du so entspannt und friedlich begegnen, statt unnötigen Druck zu verspüren, eine „Traumgeburt“ erleben zu müssen

•   Ich gebe Hilfestellungen, auch bei Ablenkungen oder einer veränderten Situation während der Geburt die Trance wiederzufinden.

•   Auch nach dem Seminar stehe ich dir bis zur Geburt deines Kindes telefonisch oder per Email zur Verfügung und berate Dich gerne bei auftretenden Fragen oder Unsicherheiten

Theorie und Praxis

Trotz aller positiven Erfahrungen, die ich mit der FRIEDLICHEN GEBURT als Mutter und Coach gemacht habe, gibt es zur geburtsvorbereitenden Hypnose bzw. Mentaltraining durchaus auch kritische Stimmen. Es wäre unseriös, keinen skeptischen Blick auf das Phänomen zu werfen.
Ich empfehle zu diesem Thema einen lesenswerten Artikel auf dem Portal "hebammenblog.de", der das "klassische" HypnoBirthing aus Sicht einer Hebamme sehr differenziert und durchaus kritisch beschreibt. Zahlreiche Punkte sehe ich genauso ambivalent, etwa der hohe Druck, eine "perfekte Geburt" erleben zu müssen, oder das große Misstrauen gegenüber Hebammen und Klinikpersonal.
Ich befürworte ausdrücklich einen ausführlichen Austausch im Vorfeld und gegenseitigen Respekt.
Dennoch stellt die Autorin nach zahlreichen Interviews fest :

"Alle interviewten Teilnehmerinnen von Hypnobirthingkursen waren nach wie vor von der Methode überzeugt. Der Wunsch nach einer schmerzfreien Geburt wurde bei einer erfüllt, fast alle anderen stuften den Schmerz zumindest als erträglich ein."

Wenn du möchtest, lies dir gerne die Erfahrungsberichte meiner Kursteilnehmerinnen durch, die sehr schön reflektieren, was sich mit meiner Methode realistisch erreichen lässt.

Zuletzt noch der Hinweis auf einen weiteren Artikel im Hebammenblog. Die Beschreibung einer Geburt in Hypnose, kommentiert von der beteiligten Hebamme.

Wege zu einer schmerzfreien Geburt unter Hypnose